Breitband auch für ländliche Region machbar

Dienstag, 03. Dezember 2013, 15:30 Uhr

Die Region zieht an einem Strang, wenn es darum geht, die Wirtschaft besser an das schnelle Internet anzubinden, um so Standortnachteile für die Unternehmen im ländlichen Raum zu vermeiden. Das wurde am 7. November in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster deutlich, bei der die Landesinitiative „Breitband.NRW“ gemeinsam mit der IHK erfolgversprechende kommunale Ausbauprojekte aus allen Münsterlandkreisen präsentierte.

Quelle: Breitband.NRW

„Breitbandausbau der nächsten Generation ist auch für kleine und ländliche Kommunen möglich“, unterstrich gleich zu Beginn Prof. Dr.-Ing. Reinhard Möller, Projektleiter bei BreitbandConsulting.NRW. Derzeit allerdings scheint das Münsterland von dem auch auf Bundesebene ausgerufenen Ziel, den Zugang zu leistungsfähigen Breitbandnetzen flächendeckend zu schaffen, noch weit entfernt. Denn nach Messergebnissen des TÜV Rheinland, die von der IHK veröffentlicht worden sind, verfügt im Münsterland je nach Kreis bestenfalls nur jede vierte Gewerbefläche über eine Anbindung mit einer Datengeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde.

„Die tatsächliche Anbindung ist vermutlich etwas besser“, glaubt Jens von Lengerke von der IHK Nord Westfalen angesichts der Zahlen von 2012, die nur die leitungsgebundene Breitbandversorgung widerspiegelten. „In unversorgten oder versorgten Gewerbegebieten können gewerbliche Anbieter vorhanden sein, die im Breitbandatlas nicht erfasst sind“, erläutert der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter die Zahlen auch vor dem Hintergrund der verschiedenen Technologien und des raschen Fortschritts. Dabei lobte von Lengerke mit Nachdruck „die spürbaren Anstrengungen der Wirtschaftsförderer in den Kreisen und Kommunen“ des Münsterlandes. „Es gibt viele positive Ansätze, beispielsweise, die von den Kreiswirtschaftsförderungen in Auftrag gegebenen Masterpläne“, so von Lengerke.

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